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    Tipps & Tricks

    Erden & Dünger

    Ein grüner, blühender Garten ist eine Oase der Erholung. Damit die Freude daran nicht zu schnell verblasst, ist die richtige Gartenpflege wichtig. Die Basis für einen gesunden Garten bilden nährstoffreiche Erden und der richtige Umgang mit Dünger. Denn zum Wachsen brauchen Pflanzen Nährstoffe, und zwar in der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt. Und so einfach geht’s

    Düngen

    Schritt 1

    Füllen Sie Ihren Gartenboden mit Universalerde auf. Für Pflanzen, die einen besonderen Nährstoff- und Wasserbedarf haben, verwenden Sie hier eigens abgestimmte Spezialerden. Auch Kompost eignet sich, um den Boden aufzufüllen und Ihren Pflanzen einen Nährstoffkick zu geben. Beim Verteilen des Kompostes gilt grob folgende Faustregel: Die ausgestreute Kompostschicht sollte zwei bis fünf Zentimeter dick sein. Anschließend muss der Kompost beispielsweise mit einer Harke noch eingearbeitet werden. Für größere Flächen eignet sich auch ein Kultivator.

    Schritt 2

    Zum Düngen verwenden Sie am besten Dünger mit Langzeitwirkung. Hier wird unterschieden in sogenannte organische und mineralische Dünger. Organische Dünger bestehen aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen, wie beispielsweise aus Schafwolle. Organische Universaldünger in fester und flüssiger Form enthalten Stickstoffe, Phosphor und Kalium und werden auch gerne für Gemüse-, Obst- und Kräutergärten verwendet. Flüssigdünger werden nach Packungsanleitung mit dem Gießwasser ausgebracht. Feste Dünger verteilen Sie mit der Hand oder einem Streuwagen. Arbeiten Sie den Dünger mit einer Harke gut in das Erdreich ein.

    Pflanzen werden am besten in der Wachstumsphase zwischen März und August gedüngt.

    Schritt 3

    Zusätzlich dazu können Sie auch Hornspäne oder Hornmehl ausbringen. Beide Varianten bestehen aus Rinderhörnern und Rinderklauen, welche unterschiedlich stark zerkleinert werden. Beim Verteilen ist dabei keine exakte Dosierung notwendig. Ein bis zwei gehäufte Hände voll pro Quadratmeter sollten in den meisten Fällen ausreichen.

    Schritt 4

    Statt organischem Dünger können Sie auch mineralische Dünger verwenden. Diese werden industriell hergestellt. Sie sind meist körnig und können mit der Hand oder einem Streuwagen verteilt werden. Zusätzlich gibt es auch Spezialdünger, die gezielt auf die Bedürfnisse verschiedener Pflanzenarten abgestimmt sind.

    Schritt 5

    Gesund aussehende Pflanzen brauchen keine außerplanmäßige Düngung. Schlechter Pflanzenwuchs, Verfärbungen, abgestorbene Blätter, Blüten und Knospen fallen ab – all das können Zeichen eines akuten Nährstoffmangels sein. Achten Sie bei allen Düngern, die Sie verwenden, zudem auch auf die Verpackungshinweise. Denn auch eine Überdüngung kann schädlich für Pflanzen und Umwelt sein. 

    Achtung:

    Blattverfärbungen und andere Probleme können auch auf Krankheiten, wie Pilz- und Insektenbefall hindeuten. 

    Fertig

    Jetzt können Sie sich in Ihrem grünen, blühenden Garten erholen!

    Anleitung als PDF

    Hier finden Sie eine ausführliche Anleitung mit allen Einzelschritten:
    Download-Anleitung

    Die Beschaffenheit Ihres Bodens

    Entnehmen Sie Erde an vier bis sechs verschiedenen Stellen aus Ihrem Garten und mischen Sie die Probe gut. Nehmen Sie etwas Erde in die Hand und versuchen Sie den Boden zu einer Kugel oder Rolle zu formen.

    Falls Ihr Boden komplett ausgetrocknet ist hilft nur geduldiges Anwässern über einen längeren Zeitraum, bevor der Boden überhaupt verbessert oder bearbeitet werden kann

    Leichte Böden

    Gelingt dies nicht, beziehungsweise zerfällt die Kugel wieder, handelt es sich um sogenannte „leichte Böden“. Diese bestehen größtenteils aus Sand, sind sehr locker und krümelig. Solche Sandböden sind gut wasserdurchlässig, können Wasser daher aber schlecht speichern. Auch die Nährstoffspeicherung ist eher schlecht. Mischen Sie solche Böden einfach mit Kompost oder humusreicher Erde: So erhalten Sie einen idealen Gartenboden.

    Mittelschwere Böden

    Mittelschwere oder humöse Böden bestehen zum Teil aus Sand, Lehm oder Ton. Lässt sich die Kugel oder Rolle gut formen, bricht aber beim Verbiegen wieder auseinander, haben Sie den perfekten Boden für die meisten Gartenpflanzen. Dieser kann benötigtes Wasser und Nährstoffe gut speichern und lässt sich gut bearbeiten.

    Schwere Böden

    Hier lässt sich die Kugel oder Rolle gut formen und bricht beim Verbiegen auch nicht auseinander. Das liegt daran, dass es sich hier um einen sehr verdichteten, klebrigen Boden handelt. Dadurch steigt auch das Risiko für Staunässe, da Wasser schlecht abfließt. Dafür speichert Tonboden allerdings sehr gut Nährstoffe. Um den Boden aufzulockern und Staunässe zu verhindern, mischen Sie solchem Boden etwas Sand oder Kies bei.